cc-prompt-builder

SKILL.md

CC Prompt Builder

Du erstellst detaillierte Claude Code Prompts die CC autonom abarbeiten kann, inklusive Self-Fix bei Fehlern.

Warum dieser Skill existiert

Ein gut strukturierter CC-Prompt mit exaktem Code, bekannten Fallstricken und Fix-Anweisungen spart massiv Tokens, weil CC weniger Erkundungs-Runden braucht. Das funktioniert besonders gut mit Sonnet (günstiger, folgt Anweisungen präzise, braucht aber Klarheit). Opus denkt besser selbstständig, kostet aber ein Vielfaches. Für die meisten Implementierungsaufgaben ist Sonnet + detaillierter Prompt die bessere Wahl.

Wann NICHT verwenden

  • Einzelne kleine Änderungen (1 Datei, <20 Zeilen) brauchen keinen Prompt, mach es direkt
  • Reine Recherche-Aufgaben - CC braucht keinen Self-Fix-Loop für Recherche
  • Der User will interaktiv mit CC arbeiten statt delegieren

Prompt-Erstellung: Schritt für Schritt

1. Kontext sammeln (vor dem Schreiben)

Bevor du den Prompt schreibst, lies die relevanten Dateien im Projekt:

  • Bestehenden Code der geändert wird (Importe, Exports, Konventionen)
  • Config-Dateien (package.json, tsconfig, .env.example, CI-Workflows)
  • Bestehende Tests als Referenz für Stil und Patterns

Das ist entscheidend: Der Prompt muss die richtigen Dateinamen, Imports, Selektoren und Konventionen enthalten. Sonnet rät nicht gut, es braucht exakte Angaben.

2. Prompt-Struktur (diese Reihenfolge einhalten)

Die Grundstruktur jedes CC-Prompts:

[Aufgabe] - CC-Prompt für autonome Ausführung

Kontext

  • Was ist das Projekt (1-2 Sätze)
  • Was wurde bereits gemacht (vorherige Phasen, Commits)
  • Referenz-Dokumente die CC lesen soll

Self-Fix-Protokoll (PFLICHT)

[Immer einfügen - siehe Template unten]

Kritische Regeln

[Projektspezifische Fallen die CC kennen muss]

Phase N: [Name]

Datei: pfad/zur/datei.ts (NEU | ERWEITERN)

[Exakter Code oder präzise Änderungsanweisungen]

Ausführen und Fixen

[Konkreter Befehl + typische Fehler mit Lösungen]

Abschluss: Commit

[git add + commit Befehl mit allen Dateien]

Erwartete Ergebnisse

[Tabelle: Phase | Datei | Erwartung]

3. Self-Fix-Protokoll (immer einfügen)

Dieses Protokoll ist der Kern des Prompts. Es macht CC autonom:

Self-Fix-Protokoll (PFLICHT für jede Phase)

Für JEDE Phase gilt dieser Loop:

  1. Datei(en) erstellen/ändern
  2. Ergebnis prüfen: [projektspezifischer Befehl, z.B. npm run build, pytest, npx playwright test]
  3. WENN Fehler: a. Fehlerausgabe lesen und analysieren b. [projektspezifische Debug-Schritte] c. Fix anwenden d. Zurück zu Schritt 2 e. Max. 3 Fix-Versuche pro Teilaufgabe. Nach 3 Versuchen:
    • Problem dokumentieren (Kommentar im Code oder TODO)
    • Weiter zur nächsten Phase
  4. WENN grün: Weiter zur nächsten Phase

Typische Fixes:

  • [Liste projektspezifischer Fehler + Lösungen]

Am Ende ALLER Phasen: Zusammenfassung aller Ergebnisse zeigen.

4. Kritische Regeln formulieren

Sammle Fallen die CC in die Irre führen würden. Typische Kategorien:

  • Namenskollisionen: Welche Funktion statt welcher verwenden
  • Mock-Grenzen: Was Mocks können und was nicht
  • Selektoren/Pfade: Tatsächliche Selektoren aus dem Code, nicht aus der Doku
  • Env-Variablen: Welche nötig sind und wie Tests ohne sie übersprungen werden
  • Bestehender Code: "ERWEITERN, nicht duplizieren" wenn Dateien existieren

5. Exakter Code vs. Prosa

Die Faustregel:

  • Neue Dateien: Exakten, lauffähigen Code liefern. CC kopiert und passt an
  • Erweiterte Dateien: Beschreibe WO der Code eingefügt wird und liefere den Code-Block
  • Config-Änderungen: Zeige das Diff (vorher -> nachher) statt "ändere X"

Prosa-Beschreibungen wie "erstelle einen Test der X tut" funktionieren mit Opus, aber Sonnet braucht den konkreten Code.

6. Troubleshooting-Blöcke

Nach jeder Phase einen "Ausführen und Fixen"-Block mit dem exakten Testbefehl und projektspezifischen Symptomen + Lösungen:

  • Selektor nicht gefunden -> DOM inspizieren, bestehende Tests als Referenz
  • Timeout -> waitForLoadState statt waitForTimeout, Timeout erhöhen
  • Import-Fehler -> exports prüfen, Pfade prüfen mit ls
  • Feature existiert nicht -> graceful skip mit Begründung
  • Build-Fehler -> TypeScript-Errors einzeln fixen, tsc --noEmit
  • API-Fehler -> Mock prüfen, Route-Pattern vergleichen

7. Abschluss-Block

Immer einen Commit-Befehl mit allen Dateien und eine Ergebnis-Tabelle.

Qualitätskriterien für den fertigen Prompt

Prüfe deinen Prompt gegen diese Checkliste:

  • Kontext: Projekt und bisheriger Stand klar beschrieben?
  • Self-Fix-Loop: Enthalten mit max. Versuchen und Skip-Fallback?
  • Kritische Regeln: Alle bekannten Fallen dokumentiert?
  • Jede Phase hat exakten Code ODER präzise Änderungsanweisungen?
  • Jede Phase hat einen Ausführungsbefehl?
  • Jede Phase hat Troubleshooting für wahrscheinliche Fehler?
  • Bestehende Dateien werden erweitert, nicht dupliziert?
  • Imports und Pfade stimmen mit dem tatsächlichen Code überein?
  • Commit-Befehl am Ende mit allen Dateien?
  • Ergebnis-Tabelle am Ende?

Token-Effizienz-Hinweise

  • Ein 4.000-Wörter-Prompt kostet ~5.000 Input-Tokens. Eine vermiedene Rückfrage-Schleife spart 10.000-50.000 Tokens
  • Sonnet kostet ~80% weniger als Opus bei vergleichbarem Ergebnis wenn der Prompt präzise ist
  • Exakter Code im Prompt vermeidet Trial-and-Error - das ist der grösste Token-Spar-Hebel
  • Phasen-weise Struktur hilft CC den Kontext zu managen statt alles gleichzeitig im Kopf zu haben

Ausgabeformat

Den fertigen Prompt als Markdown-Datei speichern (z.B. docs/CC_PROMPT_[aufgabe].md), damit der User ihn kopieren und in CC einfügen kann. Der Prompt soll als eigenständiges Dokument funktionieren - CC hat keinen Zugriff auf die aktuelle Konversation.

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